Bestellen     WER 6569 2, Erscheinungsdatum: 1. Januar 2008

 

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Programm der CD

 

1     

Double

18:24    

 

für 20 Spieler (2001)   

 

 

 

Ensemble Modern

 

 

 

Leitung: Dominique My

 

 

 

 

 

 

 

Fluchtlinien

5:56

 

 

zwei Miniaturen für Violine und Gitarre (2004)

 

 

2

I        

2:56

3

II        

3:00

 

Duo 10:

 

 

 

Susanne Zapf, Violine

 

 

 

Hubert Steiner, Gitarre

 

 

 

 

 

 

 

hin her

12:18

 

 

drei Sätze für Es-Klarinette, Violine und Akkordeon (2002/04)     

 

 

4

I         

4:31

5

II        

4:37

6

III         

3:10

 

ensemble "klarinette-akkordeon plus":

 

 

 

Matthias Badczong, Klarinette

 

 

 

Susanne Zapf, Violine

 

 

 

Christine Paté, Akkordeon

 

 

 

 

 

 

 

Zwei Lieder

5:04

 

 

für Knabensopran und Viola (1994)

 

 

 

nach Texten von Jan Skácel

 

 

7

I        

2:40

8

II         

2:24

 

Arnas Bräutigam, Knabensopran

 

 

 

Martin Flade, Viola

 

 

 

 

 

 

9

der und die

8:41

 

für Sopran, Klarinette und Violoncello (2002)

 

 

 

nach einem Text von Ernst Jandl

 

 

 

Petra Hoffmann, Sopran

 

 

 

ensemble recherche:

 

 

 

Shizuyo Oka, Klarinette

 

 

 

Asa Akerberg, Violoncello

 

 

 

 

 

 

10

Windflüchter II

12:30

 

für Altflöte in G (1998)

 

 

 

Michael Schmid, Flöte

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Zur Musik

 

Ein auffälliges Merkmal der Musik Sebastian Stiers ist ihre geradezu mitreissende Körperhaftigkeit: eine Kinetik, voller Wucht und Muskel, transformiert sich in federnd leichte Behändigkeit, in grazile Dehnungen und Spreizungen, oder zart gespannte Flächen, deren porenartige Vertiefungen schliesslich nur noch leicht beben. Körperhafte Klänge wachsen zu Landschaften an, zerklüftete Klangbilder entstehen aus Ballungen, Vorsprüngen, Aus- und Einbrüchen, Schichtungen, elastischer und reflexartiger Energieverteilung. Vom einzelnen Instrumentalton bis zu durchorganisierten Klangkollektiven des Ensembles wachsen Tongestalten gliedhaft hervor, überwuchern, durchdringen und spalten einander und wirken doch in jedem Moment ihres Rhizom-artigen Gedeihens genau kontrolliert: die freigesetzten harmonischen und melodischen Kräfte sind stets durch präzise Rhythmik und einen formalen Instinkt gebannt, der die belebten Klangkomplexe mit sicherer Hand fasst und leitet. <?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />

 

Die sechs hier vorgestellten Werke – Double, Fluchtlinien, hin her, Zwei Lieder, der und die, Windflüchter II – wurden zwischen 1994 und 2004 komponiert und bieten einen ersten Überblick über Stiers Schaffen dieser Jahre.

 

Oliver Schneller

 

 


 

Biografie (Stand: Erscheinungsjahr CD)

 

 

1970

in Köthen/Anhalt geboren

Ausbildung in der Kinderkomponistenklasse Halle/Saale, Unterricht bei Prof. Dr. Günther Eisenhardt 

 

1991-1997   

Kompositionsstudium bei Prof. Paul-Heinz Dittrich an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin

1998-2001

Zusatzstudium bei Prof. Hanspeter Kyburz in Berlin

    

1993/95/96                  

Hanns-Eisler-Preis für Komposition der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin

1997

Busoni-Förderpreis der Akademie der Künste Berlin-Brandenburg

2001

Kompositionspreis der Landeshauptstadt Stuttgart

       

2002  

Stipendium der Berliner Senatsverwaltung für Kultur für einen sechsmonatigen Aufenthalt an der Cité Internationale des Arts in Paris

   

2006

Erster Preis des Kompositionswettbewerbes der 7. Weimarer Frühjahrstage für zeitgenössische Musik

 

 

seit 2004  

Dozent für Tonsatz und Analyse an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin

 

 

seit 2007

Gesamtwerk bei der Edition Juliane Klein verlegt

   

Kompositionsaufträge von (Auswahl): Musikakademie Rheinsberg, Dresdner Zentrum für zeitgenössische Musik, MDR, WDR, Deutschlandfunk, Ensemble Modern, Klangforum Wien, Staatsoper Stuttgart und Konzerthaus Berlin

 

Aufführungen im In- und Ausland (Auswahl): Berlin, Dresden, Moskau, Hartford/Connecticut, Chicago, Amsterdam, Wien, Basel, Avignon, Witten, Stuttgart und Frankfurt

 


Werkliste (Auswahl, Stand: Erscheinungsjahr der CD)

 

 

1991      

zweiundzwanzig – vier

 

 ein Klavierstück

 

 

1994

Zwei Lieder

 

für Knabenstimme und Viola

 

nach Texten von Jan Skácel

 

 

1994  

Studie um ein Zitat

 

für Klavier

 

 

1995   

Monolith

 

für Viola, Bassklarinette, Posaune und Kontrabass

 

 

1996 

„ . . . innehalten . . .“

 

Miniatur für Klarinette, Viola und Klavier

 

 

1996 

Dispersion

 

für Ensemble (17 Spieler)

 

 

1987

Windflüchter I

 

für Trompete

 

 

1987

Windflüchter II

 

für Altflöte in G

 

 

1999    

arqué

 

für 15 Spieler

 

 

2001

Double

 

für 20 Spieler

 

 

2002

der und die

 

für Sopran, Klarinette und Violoncello

 

nach einem Text von Ernst Jandl

 

 

2002  

en suite

 

für 15 Streicher und Cembalo (historische Instrumente)

 

 

2002

hin her

 

Miniatur für Es-Klarinette, Violine und Akkordeon

 

 

2003

ab auf 

 

Studie für Streichtrio

 

 

2003 

Schraffur/Relief

 

für sieben Spieler

 

 

2004    

Fluchtlinien

 

zwei Miniaturen für Violine und Gitarre

 

 

2002/04

hin her

 

drei Sätze für Es-Klarinette, Violine und Akkordeon

 

 

2004

Double II 

 

für zwei Klaviere, zwei Schlagzeuger, Trompete, Horn, Posaune und Kontrabass

 

 

2005

stille Stücke

 

sieben Miniaturen für Violine allein 

 

 

2006

Strahlensatz

 

für zwölf Streicher

 

 

2006

déjà-vu 

 

für Sextett

 

 

2006

Liebeslieder

 

für Sopran und vier Bläser

 

nach vier Gedichten von Bertold Brecht

 

 

 

 




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