Bestellen     WER 6528 2, Erscheinungsjahr: 1995

 

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Programm der CD

       
1      rivolto 08:56 anhören
  für Oboe, Viola und Kontrabass (1989)    
  Ensemble Recherche: Peter Veale, Oboe/ Englischhorn    
  Barbara Maurer, Viola - Daniel Mehltretter, Kontrabass    
       
  Trio 12:14  
  für 2 Violinen, 2 Violen, 2 Violoncelli und Kontrabass (1990)    
2 Introitus 04:33 anhören
3 Choral I 02:14 anhören
4 Marciale 01:21 anhören
5 Attaca 01:00 anhören
6 Choral II 01:25 anhören
7 Finale 01:43 anhören
  Ensemble Oriol Berlin e. V.:    
  Sebastian Gottschick und Ariadne Daskalakis, Violine    
  Juan-Lucas Aisemberg und Martin Börner, Viola    
  Christoph Hampe und Adelheid Schloemann, Violoncello    
  Janne Saksala, Kontrabass - Ltg. Sebastian Gottschick    
       
8 Zusammenklang II 10:08 anhören
  für Oboe, Englischhorn, Posaune, Viola, Violoncello, Kontrabass, Piano und Percussion (1988)    
  Gruppe Neue Musik "Hanns Eisler": Burkhard Glaetzner, Oboe    
  Axel Schmidt, Englischhorn - Friedrich Schenker, Posaune    
  Matthias Sannemüller, Viola - Wolfgang Weber, Violoncello    
  Dieter Zahn, Kontrabass - Gerd Schenker, Schlagzeug    
  Gerhard Erber, Klavier - Ltg. Friedrich Goldmann    
       
9 Zusammenklang III 13:44 anhören
  für Bläserquintett und Klavier (1991)    
  Bläservereinigung Berlin: Hermann Wolfframm, Flöte - Dieter Wagner, Oboe    
  Siegfried Schramm, Klarinette - Christian Wagner, Horn    
  Dieter Hähnchen, Fagott - Bernd Casper, Klavier    
       
10 Wandlungen 13:17 anhören
  für Tape und Posaune (1986)    
  Johannes Bauer, Posaune    
       
  2:1 17:43  
  für Tape, Bassklarinette und Saxophon (1990)    
11 Ouvertüre 01:09 anhören
12 Fantasie 01:43 anhören
13 Intermède I 02:20 anhören
14 Rythme I 02:28 anhören
15 Air 02:21 anhören
16 Intermède II 02:27 anhören
17 Rythme II 02:40 anhören
18 Chorale 02:29 anhören
  Heiner Reinhardt, Bassklarinette / Saxophon    
       
       

Zur Musik

 

 

Helmut Zapf wurde an einer thüringischen Kirchenmusikschule ausgebildet, wo er auch seine ersten Kompositionsversuche unternahm.

Durch eine mehrjährige Arbeit als Kantor ist für Zapf die barocke Kirchenmusik - insbesondere die Johann Sebastian Bachs - zu einer gleichsam natürlichen Inspirationsquelle geworden. Dies bezieht sich weniger auf die kompositorischen Elemente als vielmehr auf die Einheit von konstruktivistischem und musikantischem Denken, das der Barockmusik jene noch heute spürbare sinnliche Aktualität verleiht und von dem Zapf in erster Linie sein Musikverständnis ableitet.

Sein Verhältnis zur Tradition ist dabei keineswegs ein museales. Spontan und impulsiv reagiert er mit empfindlichem Gespür auf äußere Eindrücke. Seit einigen Jahren genügt Zapf die doch stets distanzierende Niederschrift nicht immer, sondern er bezieht auch das improvisatorische Moment in seine Stücke ein, um damit dem lustvollen, engagierten Musizieren ein Stück näher zu kommen.

Es ist wohl der Arbeit mit der elektronischen Musik zuzuschreiben, dass Helmut Zapfs Klangfantasie mit den Jahren immer plastischere Züge annahm. Hatte er in frühen Stücken noch besonders die fragilen, hauchigen Piano-Regionen bevorzugt, weisen die späteren eine große dynamische Spannbreite auf und wirken zunehmend energiegeladen. Auch die Anordnung der Musiker auf der Bühne wird bei den späteren Kammermusikwerken zu einem wichtigen kompositorischen Element, da Zapf auf eine Verschmelzung der einzelnen Instrumentalstimmen zu einem ausgefeilten Gesamtklang abzielt.

 

 


Lebenslauf (Stand: Erscheinungsjahr der CD)

     
1956      &nbsp   geboren am 4. März in Rauschengesees (Thüringen)
     
    zunächst Klavier- und Orgelunterricht beim Gemeindepfarrer
     
1972-74   Lehre als Kraftfahrzeugschlosser
     
1974-79   Studium der Kirchenmusik in Eisenach und Halle, während dieser Zeit schon regelmäßige Teilnahme an den Geraer Ferienkursen für zeitgenössische Musik in Thüringen
     
1979-82   Kantor in Eisenberg (Thüringen)
     
1982-86   Meisterschüler im Fach Komposition bei Georg Katzer an der Akademie der Künste der DDR
     
seit 1987   freiberuflicher Komponist in Zepernick bei Berlin
     
1988   Studienaufenthalt im Zentrum für Computermusik in Oetwil/Schweiz
     
1989   Studienaufenthalt im Experimentalstudio der Heinrich-Strobel-Stiftung des Südwestfunks in Freiburg/Breisgau
     
    Lehraufträge für Tonsatz und Gehörbildung an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler", Berlin, im Fach Komposition an der Bezirksmusikschule in Kreuzberg, ebenfalls Berlin, wo er seit 1992 auch den Kursus "Junge Musik" leitet
     
1987   Hanns-Eisler-Preis für die Komposition "Concertino" für Orchester, Valentino-Bucchi-Preis der Stadt Rom für "Solo" für Kontrabass
     
1988   Uraufführung der Komposition "Zusammenklang II" während der Donaueschinger Musiktage, Hans-Stieber-Preis der Stadt Halle/Saale
     
1990   Uraufführung der Komposition "rivolto" zu den Wittener Tagen für Neue Musik, Stipendiat des Senats zu Berlin
     
1991   Stipendiat der Heinrich-Strobel-Stiftung des SWF
     
1992   Uraufführung der Komposition "Dreiklang III" für großes Orchester zu den Donaueschinger Musiktagen, Stipendiat des Senats zu Berlin
     
1993   Uraufführung des Klavierkonzerts "Dreiklang V" anlässlich der Berliner Musik-Biennale
     
1993   Kunstförderpreis der Akademie der Künste zu Berlin
     
     

 

Homepage: http://www.helmutzapf.com/

 

 


Werkliste (Auswahl, Stand: Erscheinungsjahr der CD)

     
1976   Toccata
    für Orgel
     
1978   Fuge für A. S.
    für Orgel
     
1979   Dir, dir Jehova will ich singen
    für Orgel
     
1979   Recitativ
    für Oboe und Streichquartett
     
1980   Lukas-Passion
    für 4-stimmig gemischten Chor, Sopran, Bass, Sprecher, Bassklarinette, Violine und Orgel
     
1981   Friede auf Erden
    für Posaune solo
     
1981   Brechungen
    Brechungen des Materials aus der Choralbearbeitung "Meine Seele erhebt den Herrn" von J.S. Bach
    für Flöte, Violine, Viola und Violoncello
     
1982   Brechungen II
    Brechungen des Materials B A C H
    für Flöte, Violine, Viola und Violoncello
     
1982   Singender Mann
    für Flöte solo
     
1983   Streichquartett I
     
1984   Contra-Punkte
    für Flöte, Fagott, Percussion und Klavier
     
1985   Brechungen III
    Brechungen des Fugenthemas aus der Motette "Komm, Jesu komm" von J.S. Bach (Zitat: der saure Weg wird mir zu schwer...)
    für Flöte, Violine, Viola und Violoncello
     
1986   Solo für Kontrabass
     
1986   Concertino I
    für Orchester
     
1986   Komposition
    für Flöte, Horn, Fagott, Violine, Viola, Violoncello, Klavier und Percussion
     
1987   Tanzende Alte
    für Violoncello solo
     
1987   Posaunenklang
    für Posaune solo
     
1987   In Melodie den Geist zu wiegen, ertöne nun der Saite Zauber
    für Harfe solo
     
1987   Zusammenklang I
    für Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott, Horn, Trompete, Posaune, Klavier, Percussion, 2 Violinen, Viola, Violoncello und Kontrabass
     
1988   Intrada
    für 8 Blechbläser ad lib.
     
1988   Skulptur
    für 3 Gitarren
     
1988   Psalmos
    für Harfe und Flöte
     
1988   Zusammenklang II
    für Oboe, Englischhorn, Posaune, Viola, Violoncello, Kontrabass, Klavier und Percussion
     
1989   Venezianische Erinnerungen
    für Orchester
     
1989   Wie lieblich sind deine Wohnungen
    für 4-stimmig gemischten Chor
     
1989   rivolto
    für Oboe, Viola und Kontrabass
     
1989   Organum
    für Orgel, Harfe und Percussion
     
1989   Piece
    nach "Die Friedensfeier" von Friedrich Hölderlin
    für Mezzosopran, Orgel und Orchester
     
1990   Vater unser
    für drei 4-stimmig gemischte Chöre von Max Reger unvollendet hinterlassen
    - den Schlussteil ca. 5 min von mir vollendet
     
1990   Trio
    für 2 Violinen, 2 Violen, 2 Violoncelli und Kontrabass
     
1990   2+4
    für 6 x Percussion
     
1990   Air
    für Bläseroktett
     
1991   Zusammenklang III
    für Bläserquintett und Klavier
     
1991   Dreiklang I
    für 2 Bassklarinetten und Kontrabass
     
1991   Totentanz
    für Sprecher, 2 Bassklarinetten und Orgel nach einem Text von Rolf Gerlach
     
1992   Dreiklang II
    für 2 Bassklarinetten und Tuba
     
1992   Pater noster
    für 16-stimmigen gemischten Chor
     
1992   Dreiklang III
    für großes Orchester
     
1992   Dreiklang V
    für Solo-Klavier und Orchester
     
     
    Elektroakustische Werke
     
1987   Anklang
    Tapemusik - Raum-Musik für das Heinrich-Schütz-Haus Bad Köstritz
     
1986   Wandlungen
    für Tape und Posaune
     
1988   Arpeggio
    für Tape und Harfe
     
1990   2:1
    für Tape, Bassklarinette und Saxophon
     
1991   Epilog
    für Tape und Kontrabass
     
1991   Motette
    Tapemusic - Hörstück zur 500-Jahresfeier der Entdeckung Amerikas
     
     



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